Bei Verdacht auf Blinddarmentzündung sofort den Arzt aufsuchen

Eine Blinddarmentzündung kann in jedem Lebensalter auftreten, oft erkranken jedoch Kinder im Schulalter an einer Entzündung des Blinddarmes. Genauer gesagt ist dabei der Wurmfortsatz, der Abschnitt, der sich direkt an den Blinddarm anschließt, entzündet. Wird eine Blinddarmentzündung nicht rasch entdeckt, droht Lebensgefahr.

Eine Blinddarmentzündung wird dann gefährlich, wenn diese nicht erkannt und behandelt wird, denn dann droht die Gefahr eines Blinddarmdurchbruchs. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Gefahr des Blinddarmdurchbruchs besonders hoch, weil die Entzündung durch untypische Symptome zu spät entdeckt wird. Aber auch bei älteren Patienten wird eine Blinddarmentzündung oft fehlgedeutet, da auch hier die typischen Symptome fehlen können.

Welche Symptome sind für eine Blindarmentzündung typisch?

Typisch für eine Blinddarmentzündung sind Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit. Die Bauchschmerzen beginnen meist im gesamten Bauchbereich, in der Bauchmitte oder um den Nabel herum. Nach einigen Stunden wandern die Schmerzen in den rechten Unterbauch. Oft gehen die Bauchschmerzen mit Fieber einher, das jedoch meist nicht über 38,5 Grad Celsius ansteigt. Eine Blinddarmentzündung kann von weiteren Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung begleitet sein.

Wie wird eine Blinddarmentzündung diagnostiziert?

Besteht der Verdacht auf eine Blinddarmentzündung, sollte schnell ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch eine gezielte Untersuchung (Tastuntersuchung durch Druck auf bestimmte Bereiche des Bauches, Blutbild und Ultraschall) Hinweise erhalten, ob eine Entzündung vorliegt. Liegt eine Blinddarmentzündung vor, wird der Patient ins Krankenhaus überwiesen und dort von einem erfahrenen Chirurgen untersucht. Dieser entscheidet, ob der Patient eine Nacht lang überwacht wird oder sofort operiert werden muss. Bei leichteren Fällen oder unklarer Symptomatik wird zunächst abgewartet, da die Möglichkeit besteht, dass die Entzündung von selbst wieder abklingt. In regelmäßigen Abständen ist dann eine Blutuntersuchung erforderlich, um eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes sofort zu erkennen.

Wie wird eine Blinddarmentzündung behandelt?

Die einzige Maßnahme, um eine Blinddarmentzündung erfolgreich zu behandeln ist die Operation. Bei der klassischen Methode und wenn ein akuter Notfall vorliegt wird der Wurmfortsatz durch einen Bauchschnitt auf der rechten Unterbauchseite (unterhalb des Nabels) entfernt. Eine weitere Operationsmethode, die mittlerweile immer häufiger angewendet wird, ist die sogenannte laparoskopische Appendektomie (Laparoskopie). Bei dieser Operation wird der Wurmfortsatz mit Hilfe eines optischen Gerätes (Endoskop) entfernt. Diese Methode hat den Vorteil, dass die Bauchdecke nicht geöffnet werden muss und nur kleine Schnitte im Nabelbereich und Unterbauch nötig sind. Ein weiterer Vorteil der Methode ist, dass bei unklarer Diagnose festgestellt werden kann, ob eine Blinddarmentzündung vorliegt.