Morbus Crohn erhöht das Darmkrebsrisiko

Morbus Crohn ist eine chronisch entzündliche Darmerkrankung, die an jeder Stelle des Verdauungstraktes vorkommen kann. Dabei kommt es zu entzündlichen Veränderungen der Darmwand, die sich über den gesamten Darm ausbreiten können. Am häufigsten ist das Ende des Dünndarms und der Anfang des Dickdarms von Morbus Crohn betroffen. Die Erkrankung kann weitere gesundheitliche Komplikationen hervorrufen.

Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa kann bei Morbus Crohn der gesamte Darm von der Entzündung betroffen sein. Besteht Morbus Crohn seit mehreren Jahren, steigt das Risiko an Darmkrebs zu erkranken. Durch die vermehrte Produktion von Eiweißen, die im Zuge der Entzündung entstehen und sich an anderen Stellen im Körper ablagern, kann die Funktion von weiteren Organen (beispielsweise der Niere) gestört werden.

Symptome bei Morbus Crohn

Häufige Symptome bei Morbus Crohn sind Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle, die meistens schubweise auftreten und nur selten fortlaufend sind. Ist der Darmabschnitt im rechten Unterbauch von Morbus Crohn betroffen – was häufig der Fall ist – können die Schmerzen an eine Blinddarmentzündung erinnern. Manchmal kann auf der entsprechenden Seite eine schmerzhafte Verdickung ertastet werden. Sind große Abschnitte des Dünndarms von der Entzündung betroffen, kommt es zu Verdauungsstörungen und Mangelerscheinungen, da nicht genügend Fläche zur Aufnahmen von lebenswichtigen Nährstoffen vorhanden ist. Weitere Symptome, die bei Morbus Crohn auftreten können, sind Entzündungen der Haut, Augen, Gelenken und der Leber.

Diagnose

Um Morbus Crohn zu diagnostizieren, ist eine Darmspiegelung mit Entnahme einer Gewebeprobe und eine Röntgenuntersuchung des Dünndarms erforderlich. Oftmals wird die Diagnostik mit Hilfe einer Magenspiegelung ergänzt. Anhand einer Blutuntersuchung können die Schwere eines Schubes eingeschätzt und mögliche Mangelzustände festgestellt werden.

Behandlung

Bei der medikamentösen Behandlung und wenn hauptsächlich der Dickdarm von Morbus Crohn betroffen ist, kommen Präparate aus der Wirkstoffgruppe der Aminosalicylate zum Einsatz. Diese Medikamente werden sowohl bei akut auftretenden Symptomen, als auch in der beschwerdefreien Zeit eingenommen. Bei schweren Schüben und bei Befall des Dünndarms reichen diese Medikamente jedoch nicht aus und Kortisonpräparate müssen zusätzlich oder allein gegeben werden. Eine Operation kommt nur bei einem schweren Verlauf von Morbus Crohn vor. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn durch starke Verengung des Darms ein Darmverschluss droht.