Darmkrebs-Impfung wird in Studie getestet

Jul 2, 2012 von

Die Universitätsmedizin in Mainz erprobt derzeit in der LICC-Studie (http://www.licc-studie.de/einleitung/) einen Impfstoff gegen Darmkrebs an 160 Darmkrebserkrankten. Mit Hilfe der Impfung soll das Immunsystem lernen, Tumorzellen aufzuspüren und zu bekämpfen.

Mit Impfung Darmkrebs-Rückfälle vermeiden

In der Studie werden Patienten, die an Darmkrebs erkrankt sind und denen Metastasen aus der Leber entfernt wurden, geimpft. Der Impfstoff (L-BLP25) besteht unter anderem aus einem synthetisch hergestellten Eiweiß, das jeweils an vier Stellen des Körpers unter die Haut gespritzt wird (zweimal in den Oberarm, zweimal in den Oberbauch). Ein Ziel der Darmkrebsimpfung ist, das Wiederauftreten (Rezidiv) von Darmkrebs zu verhindern und die Heilungschancen zu erhöhen. Des Weiteren wird überprüft, ob die Immuntherapie verträglich ist.

Hoffnung auf verträgliche Darmkrebs-Therapie

Bisherige Studien zielten darauf ab, die Rückfallgefahr für Darmkrebs durch eine mehrmonatige Chemotherapie zu senken. Doch bei dieser Art von Therapie bestehen wissenschaftliche Zweifel über Wirkung und Nutzen. Denn: Eine Chemotherapie ist auch immer mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Die Hoffnung der Mediziner ist deshalb, dass der Einsatz von Impfstoffen eine verträgliche und wirksame Möglichkeit zur Behandlung von Krebs ist. In der Vergangenheit hat eine vergleichbare Studie mit Lungenkrebspatienten bereits Erfolge gezeigt.

 

Bildquelle: © CFalk  / pixelio.de

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