Alternative Krebstherapie: Falsche Versprechungen oder gute Heilungschancen?

Die alternative Krebstherapie bietet verschiedene Möglichkeiten, die meistens darauf abzielen, das Immunsystem und die Körperkräfte zu stärken, um den Krebs zu besiegen. Viele Methoden sind schulmedizinisch nicht anerkannt und eine Wirkung bisher nicht erwiesen. Daher sollte man Möglichkeiten der alternativen Krebstherapie immer kritisch betrachten. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es gibt und was beachtet werden sollte.

Was versteht man unter alternativer Krebstherapie?

Unter alternativer Krebstherapie, auch additive oder komplementäre Krebstherapie genannt, sind Maßnahmen und Medikamente zu verstehen, die eine andere Möglichkeit bei der Behandlung von Krebs vorschlagen. Die Wirksamkeit alternativer Krebstherapien ist stark umstritten und wissenschaftlich nicht ausreichend bewiesen. Deshalb ist bei alternativen Behandlungsmethoden immer Vorsicht geboten. Sie können allenfalls eine Ergänzung zur schulmedizinischen Krebstherapie sein.

Möglichkeiten der alternativen Krebstherapie

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Methoden der alternativen Krebstherapie hilfreich bei der Behandlung von Darmkrebs sind. Obwohl die Wirkung nicht hinreichend in wissenschaftlichen Studien belegt werden konnte, vertrauen viele Patienten auf die alternativen Heilmethoden.
Etwa 70 Prozent der Darmkrebspatienten machen im Verlauf der Erkrankung Gebrauch von alternativen Krebstherapien, oft in Ergänzung zur Chemotherapie, Strahlentherapie oder Operation. Häufig bestehen die alternativen Krebstherapien aus Pflanzenpräparaten, Vitaminen oder Spurenelementen. Folgende alternative Methoden und Substanzen kommen dabei zum Einsatz:

Misteltherapie
• Vitamine und Spurenelemente
• Enzyme
• Tees
• Diäten
• Homöopathie
• Zytoplasmatische Therapie

Alternative Krebstherapien werden angewendet, um die körpereigene Abwehr zu stärken und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. So werden alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft und das Ziel verfolgt, den Menschen „ganzheitlich“ zu behandeln. Dabei sollen nicht nur die körperlichen Symptome behandelt, sondern auch seelische und psychosomatische Probleme berücksichtigt werden. Wenn Sie eine ergänzende alternative Krebstherapie in Anspruch nehmen möchten, informieren Sie sich vorab über die angebotenen Methoden. Hinterfragen Sie die möglichen Verfahren und Angebote kritisch. Dazu können Sie dem Anbieter des Verfahrens Fragen stellen und auf klare und verständliche Antworten bestehen.