Operation bei Darmkrebs bietet beste Heilungschancen

Die Operation ist meist der erste Schritt, um Darmkrebs zu behandeln. Die Erfolgsaussichten sind gut, wenn alle Tumorzellen entfernt werden können. Mitunter wird eine Chemotherapie oder Strahlentherapie nach der Operation notwendig, um alle Krebszellen zu zerstören. Allgemein sind die Heilungschancen am höchsten, wenn Darmkrebs in einem frühen Stadium durch eine Operation entfernt wird.

Ziel der Darmkrebs Operation

Die Operation hat zum Ziel den Darmkrebs und die umliegenden Lymphknoten vollständig zu entfernen. Wenn der Tumor einen Darmverschluss herbeigeführt hat, stellt die Operation die Passage wieder her. Die Heilungschancen sind günstig, wenn der Darmkrebs komplett entfernt werden kann. Zwei Drittel der Erkrankungen betreffen den Bereich oberhalb des Mastdarms bzw. Enddarms. Diese können entfernt werden und der normale Darmausgang wird beibehalten. Die Operation bietet gute Heilungschancen. Diese sind beim Dickdarm- und Mastdarmkrebs besonders gut, wenn im Frühstadium operiert wird (bei 90 Prozent).

Wann wird ein künstlicher Darmausgang gelegt?

Bei einem Drittel der Darmkrebs-Patienten liegt der Tumor im Mastdarm/Enddarm. In 85 Prozent der Fälle kann der natürliche Darmausgang erhalten werden. Liegt das Geschwulst sehr nah am Darmausgang, ist dies nicht mehr möglich und der Schließmuskel muss entfernt werden. Um eine komplette Tumorentfernung zu gewährleisten, wird der gesamte Enddarm entfernt und ein künstlicher Darmausgang gelegt.

Künstlicher Darmausgang oft nur vorübergehend

Ein künstlicher Darmausgang wird nur gelegt, wenn der Patient an einem akuten Darmverschluss gelitten hat oder der Allgemeinzustand sehr schlecht ist. Normalerweise werden bei der Operation die entstehenden Darmenden miteinander vernäht. Wenn die Naht sehr nah am Schließmuskel liegt, wird oft ein vorübergehender, künstlicher Darmausgang gelegt. Nach etwa acht bis 12 Wochen nach der ersten Operation kann der Darmausgang wieder verschlossen werden. Bei Tumoren im oberen und mittleren Rektum wird der Enddarm entfernt. Die Funktion des Schließmuskels bleibt dabei erhalten. Befindet sich der Tumor im unteren Drittel des Rektums kurz vor dem Anus (bis fünf Zentimeter davor), kann der Schließmuskel ebenfalls erhalten werden. Die Chance wird durch eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie vor der Operation erhöht. Dabei bestehen Risiken einer Nahtschwäche oder eitrige Bauchfellentzündungen. Sobald der Gesundheitszustand des Patienten besser ist, wird der künstliche Darmausgang wieder zurückverlegt. Der Chirurg verbindet die beiden durch die Operation entstandenen Darmenden und die Darmentleerung kann wieder auf normalem Wege erfolgen.