Palliative Chemotherapie stellt Lebensqualität wieder her

Schattenbild: Mensch geht Treppe hinaufDie palliative Chemotherapie ist oft der einzige Ausweg, um die Lebensqualität wieder herzustellen, wenn Metastasen bei Darmkrebs nicht operativ entfernt werden können. Mit der Therapie kann die Lebenserwartung deutlich erhöht werden. Auch im hohen Lebensalter ist die palliative Chemotherapie sinnvoll, um neuen Lebensmut zurückzugewinnen.

 

Palliative Chemotherapie verbessert das Allgemeinbefinden

Die palliative Chemotherapie kommt zum Einsatz, wenn Metastasen bei Darmkrebs nicht mit einer Operation entfernt werden können. Das können zum Beispiel Metastasen in der Lunge oder Leber sein. Die Frage, ob Metastasen operativ entfernt werden können, kann nur ein Chirurg klären. Mit der palliativen Chemotherapie kann die Lebenserwartung um Jahre verlängert und die Lebensqualität erhalten werden. Auch im hohen Lebensalter macht eine palliative Chemotherapie Sinn, um die Lebensqualität wieder herzustellen.

Was versteht man unter palliativer Chemotherapie?

Bei der palliativen Chemotherapie werden Medikamente in Form von Tabletten oder Infusionen gegeben, welche die Tumorgefäßbildung (Angiogenese) hemmen. Die Medikamente gehören zu den Zytostatika, die wiederum in verschiedenen Substanzgruppen eingeordnet werden können. Zytostatika haben alle das gleiche Ziel: Das Wachstum und die Gefäßneubildung von Krebsmetastasen zu stoppen. Die Art und Weise der Wirkung ist sehr komplex und richtet sich nach dem jeweiligen Wirkstoff. Oft werden auch mehrere Medikamente (Polychemotherapie) gegeben, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen und Nebenwirkungen auf andere Organe zu vermindern.

Was sind Zytostatika?

Zytostatika sind Zellgifte, die vor allem auf sich teilende Zellen wirken. Sie wirken auf rasch wachsende Zellen, zu denen Krebszellen zählen. Auf die wesentlich langsamer wachsenden gesunden Körperzellen können sie jedoch auch einwirken. Um die Schädigung möglichst gering zu halten, müssen während der Therapie die Blutwerte überprüft werden, vor allem die weißen Blutkörperchen. Sinken sie unter ein Minimum ab, so muss die Behandlung unterbrochen werden.
Die unterschiedlichen Wirkungen der Medikamente beziehen sich auf den Angriffsort in oder an der Krebszelle. Die Zytostatika müssen sinnvoll eingesetzt werden, da Krebszellen nach einer längeren Therapiedauer häufig resistent werden. Das heißt, sie sprechen auf die Medikamenteneinnahme nicht mehr an. Um das bei der palliativen Chemotherapie zu verhindern, werden verschiedene Medikamente miteinander kombiniert (so genannte Chemotherapieregime).

 

 

 

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