Mit radioaktiven Strahlen gezielt Tumorzellen bekämpfen

Bei der Strahlentherapie kommen radioaktive Strahlen zum Einsatz, die direkt auf den Tumorherd gestrahlt werden. Die radioaktiven Strahlen wirken direkt im Zentrum der Krebszellen, dort wo sich das Erbgut befindet. Dieses soll zerstört werden, damit sich die Zellen nicht weiter vermehren können. Bei der Strahlentherapie wird ein so genannter Linearbeschleuniger verwendet.

Wirkungsort der Strahlentherapie

Die Strahlentherapie bekämpft den Darmtumor mit radioaktiven Strahlen. Dabei greifen ionisierende Strahlen die Zelle direkt im Kern und somit in der Kommandozentrale der Zelle an. Die Strahlen schädigen die Erbsubstanz und führen dazu, dass sich die Zellen nicht mehr teilen und vermehren können. Die Krebszellen sterben durch eine Strahlentherapie ab. Normale Zellen werden auch geschädigt. Doch diese besitzen, im Gegensatz zu Krebszellen, Reparatursysteme, welche die entstandenen Strahlenschäden reparieren können.

Ablauf der Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie kommen Strahlengeräte zum Einsatz, so genannte Linearbeschleuniger, die Röntgenstrahlen genau dosiert auf das erkrankte Gewebe richten. Die Strahlung ist viel höher als bei einer normalen Röntgenuntersuchung, damit diese tief ins Gewebe eindringen und die Krebszellen zerstören kann. Die Strahlung ist weder spürbar noch schmerzhaft. Eine Strahlentherapie kann nur durch einen Strahlentherapeut oder Radioonkologen durchgeführt werden. Dieser ermittelt im Vorfeld, welche Strahlendosis (gemessen in Gray=Gy) eingesetzt werden muss, damit das erkrankte Gewebe zerstört und gesunde Zellen möglichst geschont werden. Eine solche Bestrahlungsplanung erfordert viel Zeit, damit bei der Behandlung die bestmögliche Versorgung gewährleistet ist.

Dauer der Strahlentherapie

Während der Strahlentherapie erhält der Patient die zuvor ermittelte Strahlendosis nicht auf einmal, sondern in einzelnen Sitzungen über die Woche verteilt (von Montag bis Freitag) in einem Zeitraum von fünf bis sechs Wochen. Eine einzelne Sitzung bei der Strahlentherapie dauert mit exakter Lagerung des Patienten insgesamt etwa zehn Minuten. Die Strahlentherapie kann mit einer Chemotherapie kombiniert werden. Dabei ist es möglich die Chemotherapie vor, während oder auch nach der Strahlentherapie durchzuführen. Die Strahlentherapie wird oft ambulant durchgeführt. Der Patient kommt dafür nur zur Bestrahlung zur Klinik und kann danach wieder nach Hause gehen. Während einer einzelnen Sitzung ist der Patient allein im Strahlungsraum. Doch der Kontakt ist während der ganzen Behandlungszeit zum Arzt oder ärztlichen Personal über eine Gegensprechanlage möglich.