Strahlentherapie Nebenwirkungen abhängig von Strahlungsstärke

Strahlentherapie Nebenwirkungen treten fast immer auf und stehen im direkten Bezug zur Strahlungshäufigkeit und Strahlungsstärke. Nebenwirkungen treten vor allem auf, wenn zeitgleich eine Chemotherapie durchgeführt wird. Dann lassen sich die einzelnen Symptome nur schwer voneinander abgrenzen. Die Symptome reichen von lokalen Hautreaktionen bis zur Entzündung der Darmschleimhäute.

Umfangreiche Behandlungen lösen Nebenwirkungen aus

Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie können zum Teil nicht von anderen Behandlungen unterschieden beziehungsweise ganz abgegrenzt werden. Ist zuvor eine Darmkrebsoperation durchgeführt worden oder findet zeitgleich eine Chemotherapie statt, können Nebenwirkungen verstärkt werden. Auch die Art und der Umfang der Strahlentherapie haben Auswirkungen auf mögliche Nebenwirkungen. Dabei gilt: Je umfangreicher die Behandlung ist, desto mehr Beschwerden können auftreten.

Akute Nebenwirkungen und Spätreaktionen

Bei der Strahlentherapie wird zwischen akuten Nebenwirkungen und Spätreaktionen unterschieden. Die akuten Nebenwirkungen treten bereits während der Strahlentherapie auf. Spätreaktionen zeigen sich erst, wenn die Behandlung schon einige Zeit abgeschlossen ist.

Häufige Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen sind lokale, also örtlich begrenzte Hautreaktionen, die dort auftauchen, wo die Strahlen auf die Haut treffen. Diese Reaktionen zeigen sich durch Hautrötungen oder trockene Haut. Hier können zum Beispiel Puder oder Salben helfen. Fragen Sie dazu am besten den Strahlentherapeut um Rat. Generell sollte die Haut besonders während der Zeit der Strahlentherapie geschont werden. Dazu gehört, dass keine parfümierte Seife, Parfüm und kein Alkohol oder Äther auf die bestrahlte Hautpartie aufgetragen wird. Außerdem sollte auf verstärkte Sonneneinstrahlung verzichtet werden. Mechanische Reize durch Pflaster, Kratzen, Bürsten oder Frottieren sind ebenso zu vermeiden, um keine Nebenwirkungen hervorzurufen.

Durch eine Strahlentherapie kann sich die Darmschleimhaut entzünden. Mögliche Folgen sind Durchfall, häufiger Stuhldrang oder Blähungen. Nur in seltenen Fällen führt die Strahlentherapie zu Verklebungen der Darmschlingen oder Geschwürneubildungen, die eine erneute Operation erfordern. Das Risiko dieser Nebenwirkungen ist dank modernster Bestrahlungstechniken recht gering und liegt derzeit unter fünf Prozent.

Zeugungsunfähigkeit und Unfruchtbarkeit

Bei Männern kann die Strahlentherapie die Zeugungsfähigkeit beeinflussen. Die Potenz bleibt meistens erhalten. Bei Frauen führt die Bestrahlung dazu, dass die Funktion der Eierstöcke in Mitleidenschaft gezogen wird. Unter Umständen wird das vorzeitige Eintreten der Wechseljahre hervorgerufen. Um diese Nebenwirkung der Strahlentherapie zu umgehen, kommen spezielle Hormonpräparate zum Einsatz, die diesen Vorgang verhindern.