Kolonkarzinom – Häufige Krebserkrankung des Dickdarms

Jeder 20. Deutsche erkrankt in seinem Leben an einem Kolonkarzinom. Dieser Tumor wächst im Dickdarm und löst dort charakteristische Symptome aus. Die Behandlung zielt darauf ab, das Kolonkarzinom durch eine Operation zu entfernen und alle erkrankten Zellen zu beseitigen.

Unterschied Kolonkarzinom und Rektumkarzinom

Man unterscheidet bei Darmkrebs zwischen dem Kolonkarzinom und dem Rektumkarzinom. Der wesentliche Unterschied dieser beiden Darmtumore ist der Entstehungsort. Ein Kolonkarzinom entsteht im Dickdarm, wohingegen ein Rektumkarzinom im Mastdarm entsteht. Entscheidend bei der Einteilung ist der Abstand vom After zum Darmabschnitt, in dem der Tumor wächst. Generell lassen sich beide Krebsarten unter dem Begriff Darmkrebs zusammenfassen, da sich die Tumorzellen sehr ähneln. Unterschiede gibt es nur bei der Darmkrebs Therapie, die sich durch die Nähe des Mastdarms zum Schließmuskel beim Rektumkarzinom ergeben.

Häufigkeit des Kolonkarzinoms

An einem Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs) erkrankt jeder 20. Deutsche. Männer und Frauen sind gleichhäufig betroffen. Die Mehrheit der Kolonkarzinome wird nach dem 50. Lebensjahr entdeckt. In seltenen Fällen taucht das Kolonkarzinom auch in jüngeren Lebensjahren auf. Dann handelt es sich meist um vererbbare Formen. Ein Kolonkarzinom ist in Deutschland unter den Krebserkrankungen die zweithäufigste nach Brustkrebs bei der Frau und Prostatakrebs beim Mann.

Therapie des Kolonkarzinoms: Operation und Chemotherapie

Bei einem Kolonkarzinom ist der erste Schritt die Entfernung des Tumors durch eine Operation. Dabei kommen je nach Lage des Tumors unterschiedliche Operationsverfahren zum Einsatz, um das Kolonkarzinom und die in der Nähe befindlichen Lymphknoten vollständig zu entfernen. Der Krebs sollte großzügig entfernt werden, d.h. es wird auch gesundes Gewebe entfernt, damit alle Krebszellen erfasst werden. Die Therapie des Kolonkarzinoms richtet sich auch danach, ob sich mehrere Karzinome im Dickdarm befinden oder ob bereits Metastasten in anderen Organen vorliegen. So kann das Kolonkarzinom auch auf den Mastdarm übergreifen oder zu Eierstockkrebs bei der Frau oder Prostatakrebs beim Mann führen. Sollte dies der Fall sein, sind weitere operative Eingriffe und zusätzliche Maßnahmen wie die Chemotherapie oder die Strahlenthearpie notwendig.