Bei der Blutuntersuchung werden verschiedene Blutwerte ermittelt

 

Zubehör für eine BlutuntersuchungBesteht der Verdacht auf Darmkrebs, wird der Arzt zunächst eine Blutuntersuchung durchführen. Mit Hilfe der Blutwerte kann der Arzt den körperlichen Allgemeinzustand des Patienten beurteilen und erhält wichtige Informationen zur Funktion der einzelnen Organe. Allerdings reicht eine Blutuntersuchung allein nicht aus, um einen Darmkrebs zu diagnostizieren.

Bei einer Blutuntersuchung werden verschiedene Blutwerte bestimmt. Der Arzt entscheidet welche Blutwerte neben einem kleinen oder großen Blutbild bestimmt werden sollen. Besteht ein Darmkrebsverdacht sind neben einer Blutuntersuchung weitere Maßnahmen erforderlich wie beispielsweise ein Ultraschall der Bauchregion oder eine Computertomographie.

Blutuntersuchung liefert erste Hinweise auf Darmkrebs

Mit der Blutuntersuchung erhält der Arzt Werte, die Informationen über die Blutzusammensetzung und zu Organfunktionen liefern. Manchmal werden mit einem Blutuntersuchung Tumormarker bestimmt. Das sind Substanzen (Eiweiße), die beim Tumorwachstum gebildet, in das Blut abgegeben und vom Körper als Fremdstoffe erkannt werden. Das Fehlen von Tumormarkern allein schließt einen Darmkrebs nicht aus, denn: nicht bei allen Patienten mit Darmkrebs sind Tumormarker vorhanden. Deshalb reicht die Bestimmung von Tumormarkern nicht aus, um einen Darmkrebs zu diagnostizieren. Sie ersetzen auf keinen Fall die Untersuchungen auf Blut im Stuhl mit dem Hämoccult-Test oder die Darmspiegelung.

Bestimmung der Tumormarker zur Darmkrebsnachsorge

Tumormarker werden vorwiegend bei der Krebsnachsorge bestimmt, um ein Wiederauftreten der Krebserkrankung rechtzeitig zu erkennen. Ein wichtiger Tumormarker bei Darmkrebs ist das CEA (carcino-embryonales Antigen). Ist es erhöht, liegt der Verdacht nahe an einem Darmkrebs erkrankt zu sein. Fallen die Werte bei der Blutuntersuchung während der Nachsorge ab, kann es den Erfolg einer Operation, Chemotherapie oder Strahlentherapie nachweisen. Ein fortwährender CEA-Anstieg signalisiert einen Rückfall (Rezidiv) und erfordert entsprechende Untersuchungen. Sollte der CEA-Wert nach der Operation bei einer Blutuntersuchung noch erhöht sein, liegen mit hoher Wahrscheinlichkeit Resttumorzellen im Körper vor. Weitere Tumormarker, die bei Darmkrebs erhöht sein können, sind CA 19-9 und TPA.

Weitere Laborparameter

Weitere wichtige Laborparameter bei einer Blutuntersuchung sind Blutbild, Blutsenkung, Leber- und Nierenwerte. Das Blut ist aus verschiedenen Zellen zusammengesetzt und erscheint durch den Blutfarbstoff Hämoglobin rot. Blutbestandteile, die bei einem Blutbild bestimmt werden, sind: Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Thrombozyten (Blutplättchen). Diese können, neben weiteren Blutwerten, Hinweise auf eine mögliche Erkrankung liefern:

Was Werte Mögliche Ursachen
Erythrozyten erniedrigt Blutarmut
Leukozyten erniedrigt Metastasen im Knochenmark, Nebenwirkung von Medikamenten (Krebstherapie)
Thrombozyten erhöht Infektionen, Tumorerkrankungen des Knochemarks
erniedrigt Leukämie, Bestrahlung oder Zytostatika während Chemotherapie
Blutsenkung Erhöht (Blutplättchen sinken schneller ab) Akute und chronische Entzündungen, Krebserkrankung
Leberwerte Leberenzyme (GOT, GPT, Gamma-GT, aber auch die beiden Enzyme LDH und AP) geben Hinweise auf Zerstörung von Lebergewebe, die zum Beispiel auf Lebermetastasen hindeuten und auf einen bösartigen Tumor im Darm hindeuten
Nierenwerte Kreatinin erhöht Nieren in Funktion gestört, Hinweis auf Urinstau in Nieren (Abfluss beispielsweise durch Darmtumor behindert)
Harnstoff erhöht Gewebe wird abgebaut (durch schwere Infektionen, Fieber, Verbrennungen), Urinstau in den Nieren

 

 

 

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