Darmspiegelung: So bereiten Sie sich darauf vor

Eine Darmspiegelung kann notwendig werden, wenn der Verdacht auf Darmkrebs besteht. Aber auch Darmpolypen und Adenome können bei der Darmspiegelung entdeckt und entfernt werden. Die Darmspiegelung selbst ist nicht schmerzhaft, wenn keine Entzündungen vorliegen. Nur die Vorbereitung ist ein wenig unangenehm, da der Darm ein Tag vor oder am Tag der Untersuchung gereinigt werden muss.

Vorbereitung auf Darmspiegelung

Voraussetzung für eine Darmspiegelung ist die Reinigung des Darms. Dazu wird ein Tag vor der Untersuchung ein Abführmittel eingenommen, viel Wasser getrunken und 24 Stunden vor der Darmspiegelung keine feste Nahrung mehr gegessen. Eine weitere Möglichkeit der Darmreinigung ist eine intensive Spülung des gesamten Darmtrakts, wodurch die Vorbereitungszeit erheblich verkürzt wird. Allerdings ist diese Art der Vorbereitung recht unangenehm, deshalb sollte die Vorbereitung mit dem Arzt abgesprochen werden.

Bei der Dickdarmspiegelung können manchmal Schmerzen auftreten, aber nur dann, wenn entzündungsbedingte Verwachsungen im Bauchraum auftreten. Durch die Gabe von Beruhigungsmitteln und Schmerzmitteln wird die Untersuchung erträglich. Patienten, die bereits negative Erfahrungen gemacht haben, sollten bei nachfolgenden Untersuchungen diese Mittel routinemäßig erhalten. Wer Beruhigungsmittel bei der Darmspiegelung benötigt, darf im Anschluss an die Untersuchung nicht selbst an Steuer. Die Darmspiegelung dauert etwa 30 Minuten.

Werkzeug der Darmspiegelung: Das Endoskop

Bei der Darmspiegelung kommt als Untersuchungshilfe das so genannte Endoskop zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen langen biegsamen Schlauch, an dessen Ende eine Kamera mit Licht montiert ist. Während der Darmspiegelung wird das Endoskop durch den After in den Dickdarm eingeführt und bis zum Dünndarm vorgeschoben. Dabei wird Luft in den Darm geblasen, sodass eine bessere Sichtbarkeit gewährleistet ist und die Darmwände rundherum besser einsehbar sind. Die eigentliche Kontrolle des Darms erfolgt, wenn der Arzt das Endoskop zurückzieht. Mit dem beweglichen Kopf des Endoskops lässt sich die komplette Darmschleimhaut auf einem Bildschirm betrachten.

Gewebeprobe wird während der Darmspiegelung entnommen

Während der Darmspiegelung kann verdächtiges Gewebe aus dem Darm entnommen werden (Biopsie). Mit Hilfe einer Untersuchungszange, die sich am Endoskop befindet, lässt sich eine etwa stecknadelkopfgroße Gewebeprobe entnehmen. Dieser Vorgang ist für den Patienten schmerzfrei. Die Gewebeprobe wird im Anschluss an die Darmspiegelung von einem Facharzt (Pathologe) mikroskopisch untersucht und beurteilt. Werden bei der Darmspiegelung Darmpolypen oder Adenome entdeckt, werden diese vollständig entfernt. Darmpolypen oder Adenome können Beschwerden verursachen sowie Vorstufen von Darmkrebs sein und werden deshalb sicherheitshalber entfernt.