Die Entstehung von Darmkrebs ist gut erforscht

Krebszelle im BlutWie entsteht Darmkrebs? Eine der häufigsten und wichtigsten Fragen, wenn es um das Verständnis der Darmerkrankung geht. Zumal Darmkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung in der Bevölkerung ist. Die Entstehung von Darmkrebs ist sehr gut erforscht, da mit der Endoskopie eine Methode vorhanden ist, mit der man die Stadien von Darmkrebs untersuchen und erkennen kann.

 

Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Vorstufen: Darmpolypenoder Adenome

Darmkrebs entsteht fast immer in der Schleimhaut aus einer harmlosen Vorstufe, den Darmpolypen oder Adenomen. Weitere Darmkrebs Risikofaktoren, die zur Entstehung von Darmkrebs führen können, sind familiäre Vorbelastung (Darmkrebs Vererbung) und Schädigungen des Erbgutes. Auch andere Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa können die Entstehung von Darmkrebs begünstigen.

Zellwucherungen führen zu Darmkrebs

Doch wie entsteht Darmkrebs genau? Die Zellen der Darmschleimhaut werden schnell abgenutzt und müssen ständig erneuert werden. Innerhalb von vier bis acht Tagen werden die Zellen der Darmschleimhaut ersetzt. Diese Zellerneuerung ist störanfällig und es kann zu einer Überproduktion von Zellen und zur Zellwucherung kommen. Diese Wucherungen bezeichnet man auch als Schleimhautpolypen.

Häufigste Darmkrebsvorstufe: Adenome

Die Mehrheit der Darmkrebsfälle (90 Prozent) entsteht aus speziellen Schleimhautpolypen, den Adenomen. Diese werden aus Drüsenzellen gebildet und kommen häufig vor. Doch nicht jeder bösartige Darmkrebs entsteht aus einem Adenom. Je größer das Adenom wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass daraus ein Tumor entsteht. Nur eine Gewebeentnahme (Biopsie) gibt genauen Aufschluss, ob sich ein Tumor entwickelt hat. Es können bis zu zehn Jahre vergehen, bis aus einem Adenom Darmkrebs entsteht.

Bösartige Tumore können sich ausbreiten und Metastasen bilden

Bösartiger Tumor heißt, dass sich der Krebs auch über den Entstehungsort hinaus ausbreiten kann. Ein bösartiger Darmtumor wächst durch die Membran (dünne Zellschicht), die zwischen Darmschleimhaut und Muskelschicht liegt. Bricht der Tumor durch die Darmwand nach außen durch, kann sich der Krebs auch an anderen Stellen des Körpers ausbreiten. Dies geschieht zum Beispiel durch das Lymphsystem, das im Darm besonders dicht ist. Die Krebszellen lagern sich in den Lymphknoten an und bilden dort Tochtergeschwulste (Metastasen). Von dort aus können die Krebszellen mit dem Blut fortgeschwemmt werden, sich an anderen Stellen im Körper anlagern und ebenfalls Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.

 

 

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